{"id":1030,"date":"2024-12-06T14:03:38","date_gmt":"2024-12-06T14:03:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/?p=1030"},"modified":"2024-12-06T14:03:38","modified_gmt":"2024-12-06T14:03:38","slug":"was-frueher-einmal-war-nikolausfeier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/was-frueher-einmal-war-nikolausfeier\/","title":{"rendered":"Was fr\u00fcher einmal war&#8230; Nikolausfeier"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war es Brauch, dass alle zwei Jahre das Nikolaus und Klaubauf Spiel aufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1031\" src=\"http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-934x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"688\" height=\"754\" srcset=\"http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-934x1024.jpg 934w, http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-274x300.jpg 274w, http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-768x842.jpg 768w, http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-1401x1536.jpg 1401w, http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-1868x2048.jpg 1868w, http:\/\/heimatfreunde-daxstein.de\/wordpress_heimatfreunde\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Nikolausfeier_1985-1600x1755.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 688px) 100vw, 688px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Nikolaus und Klaubauf<\/h3>\n<p><em>Personen: Nikolaus, Kaufbauf, Vater, Mutter, Maxl, Hund<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><u> Auftritt (im tiefen Wald)<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: Wie ist es heute so bitterkalt! Scharf pfeift der Wind aus dem B\u00f6hmerwald. Es weht und wachelt, es st\u00fcrmt und schneit, so ist es Brauch um diese Zeit. Fast unheimlich ist es im Wald, im Dunklen. Man sieht nicht ein einziges Sternlein funkeln. Der Monat sich hinter den Wolken versteckt, alles ist mit Schnee bedeckt.<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Ich melde euch, Herr Nikolaus, wir kommen nun an das Simandlhaus. Hier finden wir einen kleinen Knaben, der will vor uns keine Achtung haben! Sein Name ist Maxl! H\u00f6rt, was der Bub spricht: Ach was, den Nikolaus, den f\u00fcrcht ich nicht!<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: So sagen sie alle, das kennt man schon lange! Und wenn sie mich sehen, dann wird ihnen bange. Zuerst recht tapfer, schneidig und frisch, dann wie der Blitz unter dem Tisch!<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Mixl, Maxl, bum bum bum, seht der Klaubauf ist nicht dumm! Hinum, herum wickl wackl, steckt der Bube drin im Sackl! Wimpal, Wampal, mickl, muckl, ist er droben auf dem Buckl. Und der Klaubauf ist recht froh, macht es alle Jahre so!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><u> Auftritt (in der Bergbauernstube)<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Es wachelt wieder die ganze Nacht; schon schl\u00e4gt die H\u00e4ngeuhr dreiviertel acht. Nun bleiben sie wohl nicht lange mehr aus, der Klaubauf und der Nikolaus.<\/p>\n<p><strong>Maxl<\/strong>: Klaubauf, Klaubauf, Nikolaus nur herein in unser Haus. Nur herein in unsere Stube; denn hier wohnt ein b\u00f6ser Bube, macht sich gar nichts, lacht euch alle aus, haut euch mit dem Hacklstock auf den Buckel, auf den Rock, rennt euch dann zur T\u00fcr hinaus. Klaubauf, Klaubauf, Nikolaus.<\/p>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Sei artig Maxl, sonst bist du verloren! Der Nikolaus hat gar feine Ohren!<\/p>\n<p><strong>Mutter<\/strong>: Ja ja! Sankt Nikolaus ist ein gescheiter Herr, vom Himmel droben, da kommt er her. Er ist ein heiliger Bischof gewesen, so hab ich\u2018s in der Legende gelesen. Im Morgenland lebte er, der heilige Mann, und hat den Armen viel Gutes getan. Besonders die Kinder, so steht es im Buche, erfreute er gerne mit seinen Besuchen. Namentlich der Kranken, Verwaisten und Armen tat sich der Herr Bischof besonders erbarmen. Und hat ihnen gro\u00dfm\u00e4chtige Freunde gemacht, indem er sie reich mit Geschenken bedacht. Drum hat sich auch der Herrgott den Bischof, den Frommen in seinen Himmel hinaufgenommen!<\/p>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Der Klaubauf jedoch, sein grausamer Knecht, der ist nicht heilig, dem trau ich nicht recht! Der tr\u00e4gt seinem Herrn Ruten und Pack und steckt die b\u00f6sen Buben hinein in den Sack.<\/p>\n<p><strong>Mutter<\/strong>: Jetzt muss er bald kommen! Ich h\u00f6r schon Tritte, man kennt gleich den Klaubauf am m\u00e4chtigen Schritt.<\/p>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Jetzt scheppert die Kette! Der Tyras schl\u00e4gt an!<\/p>\n<p><strong>Maxl<\/strong>: Schnell unter den Tisch, sonst geht es mir dran.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><u> Auftritt (Nikolaus und Klaubauf treten ein)<\/u><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Gr\u00fc\u00df Gott Herr Nikolaus, himmlischer Herr! Ihr kommt bei diesem Wetter? Ich danke euch sehr. Gewiss seid ihr m\u00fcde, der Weg ist so weit! Kein Gangsteigt zu finden, ist jeder verschneit. So w\u00e4rmt euch ein wenig, sonst werdet ihr krank! Drum rastet hier auf der Ofenbank.<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: Ich muss mich bedanken, ich bin noch ganz munter. Wir m\u00fcssen heut noch nach Tittling hinunter. In jeder H\u00fctte, in jedem Haus erwartet man heute Sankt Nikolaus.<\/p>\n<p>Mutter: Was tr\u00e4gt ihr, Herr Bischof f\u00fcr herrliche Kleider. Die stammen gewiss von den himmlischen Schneider? Der Stab hier aus Silbe, die M\u00fctze aus Gold, die Kette mit Kreuzlein, so gl\u00e4nzend und hold! Der Mantel aus teuerstem Sammet gemacht. Das ist f\u00fcrwahr eine himmlische Pracht. Und die Pantoffeln mit goldenen Blumen geschm\u00fcckt! Das haben doch sicher die Englein gestickt.<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Simandlin, sei ruhig! Mein Herr liebt das nicht, dass man von seinem Gewande spricht. Und wo steckt der Maxl, der schneidige Knabe, f\u00fcr den ich den Sack mitgebracht habe?<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: Ah Klaubauf! Hier schaut ja ein Haxn unterm Tisch heraus! Sicher geh\u00f6rt er dem Maxl!<\/p>\n<p><strong>Vater<\/strong>: So, Maxl nun schneidig, mach uns keine Schand. Geh heraus und gib sch\u00f6n dem Bischof die Hand.<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Er folgt nicht, er kommt nicht! Seht, wie ich ihn pack! Auf eins, zwei, drei ist er schon drinnen im Sack!<\/p>\n<p><strong>Mutter<\/strong>: So nehmt ihn nur mit, da ist er geborgen, dann bin ich erl\u00f6st von viel \u00c4rger und Sorgen.<\/p>\n<p><strong>Vater<\/strong>: Ja, Nikolaus, lasst euch ein wenig berichten von seinen verschiedenen Lausbubengeschichten.<\/p>\n<p><strong>Niklaus<\/strong>: Wei\u00df ich alles! Hab seinen Schutzengel gefragt, der hat mir von viel schlimmen Dingen erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>Maxl<\/strong>: Ich bitt recht sch\u00f6n Herr Nikolaus, lasst mich aus dem dunklen Sack heraus. Ich will mich ja bessern, noch heut fang ich an und lerne und arbeite, wann immer ich kann. Will nicht mehr mein kleines Schwesterchen hauen und recht gerne auf unsere G\u00e4nse aufschauen. Den Gei\u00dfbock nicht tratzen, den Ganserer nicht schinden, den Kater nicht mehr an den Schubkarren binden. Kein Haferl mehr brechen, kein Fenster zerschlagen, recht gerne der Mutter das Holz hereintragen, immer auf den Herrn Lehrer aufmerken und nicht wie ein Fankerl schreiben und werken. Drum bitt ich euch nochmals Herr Nikolaus tut mich aus dem finsteren Sack heraus.<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: Er will sich bessern, ich will es ihm glauben. Simandlin, ich will euch den Buben nicht rauben, doch habt ihr f\u00fcr in eine birkene Rute, die h\u00e4lt schon was, den es ist eine Gute. So Klaubauf gib den Gefangenen frei und bringe mir dann die Geschenke herbei.<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Tu dich ja nimmer muksen, sonst werd ich gekr\u00e4nkt und dann wirst du ganz sicher geholt und ertr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: Trotz aller Bedenken will ich jetzt diesen Schlingel beschenken. Hier \u00c4pfel und N\u00fcsse, Lebkuchen und ein paar Pl\u00e4tzchen, recht s\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Maxl<\/strong>: Ich knie, Herr Nikolaus, vor Euch dankbar nieder. Vergelts Gott f\u00fcr alles, kommt n\u00e4chstes Jahr wieder.<\/p>\n<p><strong>Mutter<\/strong>: ich muss mich bedanken Herr Nikolaus, dass ihr herabgestiegen seit zum Simandlhaus und dass ihr so viel gute Sachen gebracht. Kommt gl\u00fccklich nach Haus und nun eine gute Nacht.<\/p>\n<p><strong>Nikolaus<\/strong>: gute Nacht beisammen, jetzt m\u00fcssen wir gehen. Wir werden uns n\u00e4chstes Jahr wieder sehen. Du Maxl, bleib brav, frisch und munter. Ich schick dir ja bald das Christkindl herunter. Der Herr beh\u00fcte das Simandlhaus, dies w\u00fcnscht zum Abschied St. Nikolaus.<\/p>\n<p><strong>Klaubauf<\/strong>: Mixl, Maxl bum bum bum, seht der Klaubauf ist nicht dumm. Hinum, herum, wickl wackl wieder keinen drin im Sackl. Wimpal, wampal, mickl muckl, wieder keinen auf dem Buckl. Und der Klaubauf ist recht froh, alle Jahre geht\u2019s ihm so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war es Brauch, dass alle zwei Jahre das Nikolaus und Klaubauf Spiel aufgef\u00fchrt wurde. 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